Portrait

In meiner täglichen Arbeit als Bauingenieur und Bauphysiker sind sehr viele Aufgaben mit dem Thema Energie verknüpft. Nicht nur im Zusammenhang mit Energiekonzepten oder Energienachweisen, sondern letztlich auch bei einfachen Fragestellungen wie zum Beispiel: Mit welchen Möglichkeiten wird einem Kaltluftabfall entgegengewirkt? Wie viel Begleitdämmung ist notwendig? Wie wird die Behaglichkeit in den Aufenthaltsbereichen sichergestellt? Maximale Nutzung solarer Energie mit optimierter Wärmerückgewinnung?
Die Antwort auf all diese Fragen ist nach meiner Auffassung schnell gefunden: Weniger ist mehr! Es sind nicht immer extradicke Wärmedämmungen oder aufwendige technische Lösungen notwendig, die bis ins letzte Detail jede Unregelmässigkeit erfassen, um dann mit der optimal abgestimmten technischen Massnahme gegenzusteuern. Einfache und simple Lösungen reichen für den Grossteil unserer Neu- und sanierten Altbauten aus.

Nach meiner Auffassung wird ein Werk oder eine Anlage nicht dadurch perfekt, indem bis zum Maximum immer weitere Komponenten hinzugefügt werden, sondern erst dadurch, dass Nichts mehr weggenommen werden kann und die Funktion aber weiterhin sichergestellt ist.

Ich persönlich sehe die anstehenden Aufgaben zur Erreichung der 2000-Watt-Gesellschaft nicht als Hemmnis für unsere Bauten. Vielmehr bilden diese Aufgaben eine Chance für sehr gut umsetzbare Planungskonzepte, die mit entsprechender Bereitschaft auf die einfachen und durchaus bewährten Lösungen zu vertrauen, gut umzusetzen sind.

Diese zuvor beschriebene Herangehensweise im Tätigkeitsfeld der Bauphysik lässt sich auch auf den konstruktiven Hochbau sowie den Holzbau übertragen und wird auch in diesen Tätigkeitsfeldern von mir in den Projekten und Konzepten konsequent umgesetzt.
Ingenieurbüro Frank Domschat
Brombachstraße 8
79618 Rheinfelden (Baden)